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28.09.2020

Gott liebt uns – lieben wir ihn: Axelle Mouret sprach bei „Erneuerung im Glauben“

Axelle Mouret: Die Grundbotschaft Jesu ist, dass Gott uns liebt und wir ihm alles bringen dürfen (Bild: © Raymund Fobes)

Als geschenk gab es für Axelle Mouret und für P. Alfons Maria jeweils eine Kerze (Bild: © Raymund Fobes)

Eucharistiefeier in der Mailinger Pfarrkirche mit P. Alfons Maria (Bild: © Raymund Fobes)

Noch im Februar hatte ein von der Gemeinschaft „Erneuerung im Glauben“ organisierter Vortrag zum Thema „Nahtoderfahrung“ im vollbesetzten Pfarrsaal der Pfarrei Herz Jesu stattgefunden, jetzt hatte die Gemeinschaft wieder eingeladen, in die Pfarrei Mailing, wo ein weitaus kleinerer Kreis zusammenkam:

 

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten coronabedingt mit Abstandsregelungen und Mund-Nasen-Schutz zu der Veranstaltung kommen. Der Virus hatte auch hier eine Zwangspause verordnet, doch jetzt wurde unter den nötigen Sicherheitsbedingungen wieder neu angefangen.

Referentin war an diesem Tag, der 26. September, die französische Mystikerin Axelle Mouret, die Zeugnis gab von ihren Erfahrungen mit Jesus Christus. Unterstützt von ihrem Diözesanbischof von Fréjus-Toulon Dominique Rey ist sie gerade auch in Deutschland viel unterwegs und verkündet einen Gott, der Liebe und Barmherzigkeit ist und uns Menschen einlädt, seine Liebe ihm zu erwidern. Prägend war für die heute 66-jährige ein Erlebnis am Grab ihrer ermordeten Tante. Ihr Onkel und seine Kinder vergaben ganz bewusst denen, die sie getötet hatten. War sie vorher weit weg vom Christentum und befasste sich stark mit Esoterik, so fand Mouret nun zu einem tiefen Glauben an Jesus Christus.

 

Axelle Mouret machte Mut, sich in einer Zeit Gott anzuvertrauen, in der er oftmals nicht erfahrbar ist, ja, in der es scheint, dass er diese Welt allein lässt. Dem aber ist nicht so, wie die Mystikerin immer wieder erfährt. Vielmehr ist es möglich, Gott zu begegnen, indem wir bereit sind, zu glauben und zu staunen, Fähigkeiten, die vor allem die „kleinen Leute“ besitzen, die offen sind für die Herrlichkeit Gottes. Axelle Mouret vertraut fest darauf, dass am Ende eine Zivilisation der Liebe durch Gott kommen wird; wenn wir Menschen aber im Glauben an Christus mithelfen, werde sie wohl schneller kommen.

Vor allem riet die Referentin zu der Bereitschaft, dem anderen aufrichtig zu vergeben und selbst das Bußsakrament oft zu empfangen. Das Böse, dass wir Menschen erfahren, sollen wir ebenso zu Jesus tragen, weil er alles Schlechte recycelt und so zum Guten führen kann. Axelle Mouret ist überzeugt: Wenn wir Gott wirklich lieben, werden wir auch den Nächsten lieben.

Auch unsere Ängste, gerade jetzt in der Corona-Pandemie, sollten wir ihm bringen. „Gott hält uns in seinen Händen, auch wenn die Welt zusammenfällt“, stellte Axelle Mouret heraus und fuhr fort: „Er hilft uns, mutig zu werden.“ Gegen die Angst helfe vor allem der Lobpreis Gottes, der jederzeit möglich ist.

Dem letzten Vortrag der Referentin folgte ein Gottesdienst, den der Übersetzer von Axelle Mouret, P. Alfons Maria Haberkorn, in der Pfarrkirche hielt. Und hier wurde auch Gottes Größe gepriesen, selbstverständlich leise und auf Sicherheitsabstand, um einer Corona-Ansteckung vorzubeugen – aber doch mit ganzem Herzen.

Text und Bilder: © Raymund Fobes

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