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26.06.2020

Trotz Abstandsregelung und Maske eine bewegender Gottesdienst – Kapiteljahrtag des Dekanates Ingolstadt in Coronazeiten

Lange ist es still gewesen. Doch am 25. Juni kamen die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanates anlässlich des Kapiteljahrtages erstmals wieder zu einem gemeinsamen Gottesdienst im Liebfrauenmünster zusammen – mit Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz beim Ein- und Auszug, versteht sich.

Einzug der Diakone und Priester (Bild: © Raymund Fobes)

Einzug der Diakone und Priester (Bild: © Raymund Fobes)

Einzug der Diakone und Priester (Bild: © Raymund Fobes)

Mit Abstand an den Plätzen (Bild: © Raymund Fobes)

… in den ersten Reihen (Bild: © Raymund Fobes)

… und im gesamten Kirchenraum (Bild: © Raymund Fobes)

Die Zelebranten im Altarraum (Bild: © Raymund Fobes)

Aus der Perspektive des Teilnehmers im Kirchenvolk (Bild: © Raymund Fobes)

Diakon Michael Neufanger liest das Evangelium und war auch als Kantor wieder sehr im Einsatz (Bild: © Raymund Fobes)

Zu Beginn des Hochgebetes: Hauptzelebrant Dekan Oswald und die Konzelebranten (Bild: © Raymund Fobes)

Geschenk an Jubilar Pfarrer Josef Heigl (rechts stehend)

Dank an Pfarrvikar Wolfgang Hagner (rechts)

Primizsegen P. Ralph Heiligtag (Bild: © Raymund Fobes)

Der Kreis der Gottesdienstbesucher war überschaubar und sicherheitshalber hatte man auch – anders als in den Jahren zuvor – auf ein gemeinsames Abendessen im großen Kreis verzichtet, denn man war sich des Ernstes der Lage durchaus bewusst, dass Corona zwar eingedämmt, aber längst noch nicht besiegt ist und Unvorsichtigkeiten fatale Folgen haben können.

Trotzdem tat es gut, einander wieder zu sehen und sich auszutauschen. Dem Gottesdienst war die Konferenz der Pfarrer vorausgegangen und dann kam man im Liebfrauenmünster zusammen, weil dort die notwendigen Abstände sicher gewährleistet waren. Und auch wenn der Friedensgruß aus verständlichen Gründen nicht möglich war, so doch das freundliche Zunicken auf Entfernung, was auch in der liturgischen Feier deutlich machte, dass wir Christen in der Messfeier als Gemeinschaft Christus begegnen. In einer Predigt, die einerseits sehr nachdenklich stimmte, aber auch viel Hoffnung gab, schaute Dekan Bernhard Oswald zurück auf die Zeit des Lockdowns, als keine gemeinsamen Gottesdienste möglich waren und sich das kirchliche Leben völlig anders abspielte als sonst – und das während des Höhepunktes im Kirchenjahr, in den Kar- und Ostertagen. In seiner Predigt resümierte der Dekan über diese Zeit: „Corona hat uns herausgefordert  und fordert uns  heraus. Sieben Wochen ohne, so allgemein, hatten wir noch nicht. Manche kreativen Ideen wurden geboren und ausprobiert – digital und analog. Aber es ist auch vieles ausgefallen, zwangsläufig. Manches davon hat uns weh getan; anderes ist gar nicht  aufgefallen.“ Was die Zukunft angeht – dazu prognostizierte Oswald zunächst genauso ehrlich wie ernüchternd: „Wir wissen es nicht!“ In Gesprächen erfahre er von zwei Tendenzen: „Manche gehen seit den Lockerungen bewusster und sehr dankbar zur Kirche. Manche haben auch in der Zeit des Lockdown das Gebet zuhause, auch in der Familie, neu entdeckt. Aber ein ganzer Teil hat wohl die Verbindung zur Kirche noch mehr verloren …“ Doch bedeute Abbruch für die Kirche nicht Untergang. Vielmehr sei gerade jetzt eines notwendig: „Dass wir unser Leben  als Christen und als Volk Gottes wirklich auf Gott bauen.“ Konkret gehe es darum „treu das Wort Gottes befolgen, Gott und den Menschen dienen“, dann das „persönliche und liturgische Gebet pflegen; lebendig und treu den Gottesdienst feiern; zunächst für Gott und für alle Menschen, mit den Vielen oder auch wenigen die mitfeiern. Vertiefung im Glauben suchen und anderen ermöglichen, einander beistehen und den Menschen  um uns her. Mit Freude aus den Quellen des Evangeliums schöpfen und aus dem Glauben leben.“

Am Ende der heiligen Messe fanden auch noch einige Ehrungen statt: Pfarrer Josef Heigl von Lenting kann auf 25 Priesterjahre zurückblicken. Nach fünfjährigem Dienst an der Münsterpfarrei wurde Pfarrvikar Wolfgang Hagner verabschiedet, der künftig im Pfarrverband Altdorf als Pfarrvikar mitarbeiten wird. In Abwesenheit wurde auch Diakon Franz Tischler verabschiedet, der nach langjährigem Dienst in der Pfarrei St. Anton jetzt in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Und ganz zum Abschluss gab es noch den Primizsegen von Neupriester P. Ralph Heiligtag vom Oratorium des hl. Philipp Neri.

Text und Bilder: Diakon Raymund Fobes

 

 

 

 

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